19.05.2012
















 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 








































 

Eine Legende kehrt zurück

Im Jahr 1836 stellte der Klavierbauer Heinrich Engelhard Steinweg (später: Henry E. Steinway) den heute legendären Flügel "No. 1" in seiner Küche in Seesen fertig. Damit war der Grundstein für die Ära Steinway & Sons gelegt.
Nun ist der einzigartige Flügel wieder zum Leben erweckt! Am 30. Oktober 2009 war er - gemeinsam mit einem Steinway-Flügel aus der Zeit Richard Wagners und einem modernen Konzertflügel - im Wiener Konzerthaus zu sehen und zu hören!

Steinway-Flügel No. 1


DIE GESCHICHTE

Als sich Chris Maene, autorisierter Steinway Händler in Belgien und passionierter, international anerkannter Klavierbauer sowie Restaurator historischer Instrumente, im Winter 2006 seinen Traum erfüllte und der Klavierwelt ein Replikat des berühmten "Küchenflügels" präsentierte, war die Sensation perfekt. Ein historisches Ereignis nicht nur für Chris Maene, sondern auch für Steinway & Sons.

Dass Henry E. Steinway und seine Söhne mit ihren revolutionären Entwicklungen als Begründer des modernen Klavierbaus gelten, dass sie mit ihrem Drang zur Perfektion und ihrer Liebe zum Detail für bahnbrechende Konstruktionen im Klavierbau sorgten und hier geniale Patente anmelden konnten, ist allgemein bekannt.
Vor über 170 Jahren schuf Heinrich Engelhard Steinweg ein Instrument, das eine Reihe von Neuerungen bereithielt und seiner Vision des bestmöglichen Klaviers gerecht wurde. Auch heute gilt der Steinway als der beste Flügel, als die No. 1 bei Berufs- und Hobbymusikern und auf den Konzertbühnen dieser Welt.


DAS INSTRUMENT
Bei dem von Chris Maene gefertigten Instrument handelt es sich um einen originalgetreuen Nachbau des Hammerflügels von 1836. Der einzige Unterschied zur Vorlage besteht in einem zusätzlichen dritten Pedal, dem Moderatorpedal.

Nachdem Henry Z. Steinway, der leider mittlerweile verstorbene Urenkel des Firmengründers, 2004 seine Genehmigung für den Nachbau erteilt hatte, erfolgten zunächst unzähligen Recherchen und eine eingehende Begutachtung des Originals, das sich im Auswahlsaal der Steinway Fabrik im New Yorker Stadtteil Queens befindet.
Röntgenbilder haben erstmals Einblick in das Innere des Flügels verschafft und mithilfe moderner Techniken konnte eine digitale Skizze mit minutiösen Details des historischen Instrumentes angefertigt werden.
In einer dendrochronologischen Untersuchung durch die Universität in Liège wurde das Alter des verwendeten Holzes bestimmt, ist doch für einen originalgetreuen Nachbau die Verwendung des gleichen Holzes unumgänglich: Das Holz prägt in entscheidendem Maße den Klangcharakter des Instrumentes. So wurde bei dem neuen "No. 1" über dem aus Fichte gefertigten Vollholzgehäuse Kuba Mahagoni als Furnier eingesetzt -
und zwar nicht, wie heute üblich, in einer Stärke von 1 mm, sondern originalgetreu
in 3 mm.
Nach 2.000 Arbeitsstunden war das Werk vollbracht: Der Flügel konnte im November 2006 bei einem Festival in Brügge präsentiert werden.

Dieses Instrument demonstriert, welch bedeutende Rolle Steinway & Sons seit mehr
als 170 Jahren in der Konstruktion des Klavierbaus einnimmt.
Das Motto ist damals wie heute “To to build the best piano possible!"


Die No. 1 war für jeden Konzertpianisten sicher das beste Piano der damaligen Zeit.”
Abdel Rahman El Bacha, der beim Eröffnungskonzert in Brügge am 25. November 2006 als erster Pianist das Replikat des "No. 1" spielte.




"No. 1" - die Technik

Hammerflügel & Replikat
Länge: 212 cm
Breite: 121 cm
Gehäuseoberfläche: Kuba Mahagoni furniert, Ahorn-Intarsie, Schellack Handpolitur
Stil: Biedermeier
Tasten: Fichte, 6 Oktaven, 73 Tasten von FF - f'''', Ebenholz für Halbtöne, Bein für Ganztöne
Mechaniktyp: Wiener Prellmechanik
Besaitung: geradsaitig, drei Saiten pro Ton
Gussplatte: nicht vorhanden
Pedale: Original 2 (Dämpfung und Verschiebung)
                Replikat 3 (zusätzlich Moderator)




"No. 1" im Konzerthaus

Christopher Hinterhuber spielte beim Konzert am 30. Oktober
im Berio-Saal in bravouröser Weise

● den originalgetreuen Nachbau des legendären 1. Steinway-Flügels (1836)
● einen Flügel aus der Zeit Richard Wagners (ca. 1873)
● einen modernen Steinway-Flügel D-274


Hier einige Impressionen des gelungenen Abends:


Drei Generationen Steinway im Konzerthaus. Christoph Koller begrüßt seine Gäste!
Christoph Koller, Geschäftsführer von Steinway in Austria, begrüßt die
zahlreichen Gäste. Im Hintergrund: die drei Generationen Steinway!
(v.l.n.r.: D-274 modern / Steinway No. 1 / Flügel aus 1873)


Christopher Hinterhuber spielt den 1. Steinway-Flügel
Christopher Hinterhuber spielt Haydn auf dem originalgetreuen Nachbau
des 1. Steinway-Flügels aus dem Jahre 1836!


Christopher Hinterhuber und Hans-Heinrich Schalkowski von Steinway & Sons Hamburg im Gespräch
Christopher Hinterhuber im Gespräch mit dem Moderator des Abends,
Hans-Heinrich Schalkowski von Steinway & Sons Hamburg.
Als Erinnerung an den historischen Abend erhielt der Pianist ein T-Shirt
mit der Aufschrift "I played the No. 1".


3 x Steinway im Wiener Konzerthaus
Nach dem Konzert war der Andrang auf die drei Instrumente groß!
Viele haben die einmalige Gelegenheit genutzt, drei Generationen
Steinway-Flügel nicht nur zu hören, sondern auch selbst zu spielen!


© SIA

/ nach oben /
/ zurück zur Übersicht /